Heinz Ahlreip
Schon sehr früh, um den Jahreswechsel 1843/44, im Alter von 25 Jahren, hat Karl Marx eine antipazifistische Position bezogen: Die Waffe der Kritik kann die Kritik der Waffen nicht ersetzen. (Vergleiche Karl Marx, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie/Einleitung, Werke, Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1960,385). Die Waffe der Kritik geht der Revolution voran, etwa die bürgerliche Aufklärung 1789, etwa die Weiterentwicklung des Marxismus durch Lenin 1917, levee en masse und rote Armee folgen als Umschlag von der Theorie zur Praxis. Die Kommunisten sind, heißt es im Manifest, in dem mehr oder minder versteckten Bürgerkrieg zwischen Lohnarbeit und Kapital der immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder. (Karl Marx, Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Werke, Band 4,Dietz Verlag Berlin, 1960,474). Das sich frontmäßig im Einsatz befindliche Proletariat eines jeden Landes muss natürlich zuerst mit seiner eigenen Bourgeoisie fertig werden. (a.a.O.,473). Das ist theoretisch die Kernbestimmung, dass sich der Hauptfeind im eigenen Land befindet, formuliert im Dezember 1847 und Januar 1848, dem Zeitfenster, in dem das Manifest geschrieben wurde. Das bedeutet heute, 177 Jahre später, dass der imperialistische Krieg in einen Bürgerkrieg verwandelt werden muss, dass die Arbeiter- Soldaten- Matrosen- und Bauernmilizen das Gewehr von einer Schulter auf die andere legen müssen, wie der Franzose sagt. Aus der Hölle des imperialistischen Krieges gibt es keinen anderen Ausweg als die proletarische Revolution, denn der imperialistische Krieg ist ja gerade die direkte Verlängerung des Privateigentums, das essentiell aufzuheben als die Grundfrage sozialrevolutionärer Bewegung (Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke, Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,493), nur die Kommunisten anstreben. Hier haben wir das Erkennungszeichen, an dem sich die falschen und wahren Freunde des Volkes, die offenen und verkappten Kriegsbesessenen und die Freunde des Weltfriedens scheiden. Dass die deutsche Novemberrevolution zum Beispiel mit Überlegungen zur Wahl der Offiziere durch die Mannschaften schwanger ging, das ist heute verdrängt und auch in der Bundeswehr fast völlig unbekannt. Das soll natürlich nach dem Wunsch der Offiziere so bleiben.
Im Manifest stehen auch die Schlüsselgedanken von Marx und Engels, über den Prozess der Auflösung des Klassengegensatzes: “In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander“. (a.a.O.,479) Es gibt nach Marx und Engels also offensichtlich einen inneren Zusammenhang zwischen nationaler und internationaler Emanzipation des Proletariats. Wenn der Hauptfeind im eigenen Land steht, dann steht ein oder dann stehen weitere Nebenfeinde im eigenen Land und in anderen Ländern. Internationale Bündnisse zwischen Arbeitern und armen Kleinbauern anderer Länder sind unbedingt erforderlich. Da die Kommunisten überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände unterstützen, überall jede (!!), eine Art Naturgesetz der Revolution, so sind zum Beispiel die Bourgeoisien aller Länder Nebenfeinde, bedürfen zu deren Sturz auch unsere Unterstützung. Aber primär müssen die deutschen Kommunisten zuerst die deutsche Bourgeoisie natürlich auch mit willkommener internationaler Unterstützung stürzen. Einen rein nationalen Klassenkampf kann es nicht geben und es kann ihn auch nicht geben.
Der Hauptfeind steht also im eigenen Land. So und nicht anders gehen Marxisten-Leninisten in der Frage imperialistischer Kriege an diese heran. Sie erklären also diesem Krieg entschieden den Krieg, stimmen gegen die Kriegskredite und beginnen mit der Organisierung illegaler Organisationen, ohne die ein kriegsbedingtes letztes Gefecht zu bestreiten sinnlos wäre.
Ein erster Hinweis in der Geschichte des Marxismus-Leninismus in einer konkreten Klassenkampfsituation neben einer Steuerverweigerung gewalttätig gegen Regierungsgewalt vorzugehen, findet sich während der 48er Revolution in der in Köln geschriebenen ‘Neuen Rheinischen Zeitung‘ von dem Chefredakteur Karl Marx nach dem preußischen Staatsstreich Anfang November 1848. Preußisches Militär hatte die Nationalversammlung gesprengt und eine reaktionäre Verfassung erlassen. Hier lag im Keim, die Gewehre gegen die eigene Regierung zu kehren, eine äußerst komplizierte Sache. Wir dürfen niemals Lenins Hinweis außer Acht lassen, dass es extrem schwierig ist, einen Krieg richtig zu lesen.
Der Satz, dass der Hauptfeind im eigenen Land steht, wurde im Zusammenhang mit dem ersten Weltkrieg auf einem Flugblatt von Karl Liebknecht vom Mai 1915 geprägt. Der von allen imperialistischen Ländern seit langem geheimnisvoll vorbereitete erste Weltkrieg war ein Krieg um die Neuaufteilung der Welt und der Einflusssphären. Schuld an ihm hatten alle Imperialisten und so ist es wie bei allen imperialistischen Kriegen gar nicht notwendig zu fragen, wer den Krieg begonnen hat. Sie sind alle schuldig, denn sie sind alle bis an die Zähne bewaffnete Räuber. Im am 28. Juni 1920 in Kraft getretenen Versailler Vertrag wird das Gegenteil stehen: Die Alleinschuld Deutschlands.
Dieser Hauptfeind, im Kern ist es das Finanzkapital, eine Symbiose von Industrie- und Bankkapital, scheint auf den ersten Blick im Faschismus offener vor uns dazuliegen als in der bürgerlich-parlamentarischen, sprich demokratischen Republik, in der nach Engels der Reichtum indirekter, aber umso sichererer herrscht. (Lenin, Staat und Revolution, Dietz Verlag Berlin, 1960,404). Steht im Faschismus der bürgerliche Klassenfeind, da er ja jetzt sein ihm stets innewohnendes hässliches Haupt des Despotismus bereits erhoben hat, nicht offen bzw. offener vor uns als in einer demokratischen Republik, in der die Schwatzbude Parlament als Tarnung dient für Stäbe, in denen die wirklich wesentliche Unterdrückungspolitik gegen das Proletariat betrieben wird? Man könnte dies annehmen, es ist aber darauf hinzuweisen, dass natürlich die bürgerliche Minderheit sich sowohl in der demokratischen Republik als auch im Faschismus als volksnah tarnen muss. Es handelt sich um zwei verschiedene, qualitativ unterschiedliche Tarnvorgehensweisen: Auf dem Vorhang der Kulissen des Faschismus prangt in gold-braunen Lettern das Wort ‘Volksgemeinschaft‘. Nehmen wir den Parteinamen des deutschen Faschismus: ‘NSDAP‘. Vorkommen die Worte Sozialismus und Arbeit, die Nazis geben sich hier demagogisch links und da Arbeit der Schlüsselbegriff im Kontext bürgerlicher Etablierung ist, Hegel bestimmte Arbeit als gehemmte Begierde, aufgehaltenes Verschwinden, oder sie bildet, schreiben die Faschisten zum Beispiel über das Konzentrations- und Vernichtungslager im polnischen Auschwitz bei dem Ort Oswiecim den Satz: ‘Arbeit macht frei‘. Hier wurde das Leben von 990 000, also fast eine Million, vorwiegend jüdischer und polnischer Menschen ausgelöscht. Wurde im aufstrebenden Bürgertum Arbeit noch mit Bildung und Aufstieg besetzt, so im dekadenten mit Vernichtung. ‘Vernichtung durch Arbeit‘ war faschistisches Programm. Die Faschisten stellen den reaktionärsten und arbeiterfeindlichsten Teil der imperialistischen Bourgeoisie dar.
Die Partei des Proletariats, als die die Klasse der armen Landarbeiter anführende, kann nun auf zwei Formen der bürgerlichen Herrschaft stoßen: Auf die pseudodemokratische bürgerlich-liberale parlamentarisch-parteienpluralistische Variante, die die Bourgeoisie als nicht ideale für eine imperialistische Kriegsvorbereitung ansieht, oder auf die sich heute durch ein Sammelsurium von der Bourgeoisie selbst verursachter und von ihr selbst nicht zu bewältigender Krisen allmählich anbahnende faschistisch-terroristische, was nicht besagt, dass es keinen kapitalhörigen Terror bürgerlicher Parlamente gibt. Die faschistische Variante wird vom Kapital besonders auch heute wieder bevorzugt, früher oder später, und wir sind bereits Zeuge dieses internationalen Vorgangs, wird die Massierung der Weltkriegsgefahr den Griff zur faschistischen Maske erzwingen. Alle kleinbürgerlichen und bürgerlichen Parteien innerhalb und außerhalb der Parlamente bewegen sich bereits in diese Richtung. Die faschistische Diktatur ist die der reaktionärsten, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Kapitalismus in Gestalt der faschistischen Partei, die die Nation zunächst unter aktiver Unterstützung des Sozialdemokratismus kriegstüchtig verhetzt, was jetzt bereits unter dem parlamentarischen Regime im Gange ist, um sie in einem imperialistischen Neuaufteilungskrieg, denn das wird der Charakter des dritten Weltkriegs sein, der die Interessen aller imperialistischen Länder tangiert, über die Leichen schwächerer bzw. schwach geschützter Völker auch zwecks der Expansion des eigenen Waren- und besonders des Kapitalexportabsatzgebietes zu verheizen. Wie im Imperialismus üblich wird der imperialistische Krieg in einen Verteidigungs-, ja mehr noch in einen Volkskrieg umgelogen.
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch, hatte Bertold Brecht nach dem zweiten Weltkrieg gewarnt. Bei zunehmender innerer und äußerer Krisen- und Kriegsgefahr muss die Finanzbourgeoisie vom “demokratischen“ Kurs auf den offen-militant-faschistischen umschwenken. Dieser Weg ist ihr natürlich sicherer. Die noch vorhandenen bürgerlichen Freiheiten könnten ihr einen bösen Streich spielen, denn sie ermöglichen der Arbeiterklasse als Mehrheit für sie als Minderheit gefährlichen politischen Spielraum. Die Abläufe faschistischer Machtergreifungen ähneln sich: Vernichtung der noch vorhandenen bürgerlichen Freiheiten, Auflösung der Parlamente, Zerschlagung eines internationalistisch-rassistisch toleranten Weltbilds und seine Ersetzung durch ein nationalistisch weißes. Terror gegen fortschrittliche Menschen, die die Menschenrechte an den proletarischen Internationalismus koppeln, wird auf die Tagesordnung gesetzt.
In Deutschland kam hinzu die Knebelung des Landes durch den Versailler Vertrag, der die Revanchestimmungen der sich zunehmend radikalisierenden kleinbürgerlichen Massen anheizte. Dieses zu politischer Blindheit verhetzte Kleinbürgertum bildete die Massenbasis deutscher faschistischer Herrschaft. Aus ihren eigenen Eingeweiden dieser ohne Befehlshörigkeit orientierungslos nicht Lebensfähigen entquoll dann die Führerpartei. “Dabei halfen ihr die Verräter der Arbeiterklasse, die Führer der deutschen Sozialdemokratie, die durch ihre Paktierer Politik dem Faschismus den Weg ebneten.“ (Geschichte der KPdSU Bolschewiki, Kurzer Lehrgang, Verlag der Sowjetischen Militärverwaltung, Berlin, 1946, 376).
In der Machtabgabe an den Faschismus kommt ganz offensichtlich die Schwäche der Bourgeoisie zum Ausdruck, ihr spezifisches Herrschaftsinstrument, den vordergründig pazifistischen Parlamentarismus, beiseite zuwerfen, um den Terror zur Regierungsmethode zu erheben, was nach Verfassungssuspendierung, Parlamentsauflösung und Vernichtung der bürgerlich-demokratischen Freiheiten beinhaltet: Parteienverbot, Verhaftung von Kommunisten, rassistisch begründete Endlösung bei den Nazis, Errichtung von Folter- und Vernichtungslagern, Austritt aus dem Völkerbund, auch Italien und Japan taten dies mit anschließender Hochrüstung. Die deutschen Faschisten herrschten unter praktischer Annullierung der Verfassung ab dem 28. Februar 1933 mit einer Verordnung zum Schutz von Volk und Staat. Einen Tag vorher, am 27. Februar 1933 brannte der angeblich von Kommunisten und Sozialdemokraten angezündete Reichstag, 12 Jahre später lagen ganze nicht nur deutsche Städte in Schutt und Asche. Die Bundeswehr wird noch von den deutschen Imperialisten als Parlamentsarmee vorgegaukelt, also getarnt, sie ist keine Volksarmee, sondern eine der Ausbeuter, besonders der Finanzkapitalisten und großen Industriekapitalisten. Sie ist eine Armee der Reichen. Die Dialektik der Geschichte zwingt volksfeindliche Armeen sich als Volksarmeen zu verkleiden. Im ersten Weltkrieg zum Beispiel richteten die Kerenskis in der Phase der russischen Doppelherrschaft bei den sogenannten Kriegsindustriekomitees Arbeitergruppen ein, es sollte so aussehen, dass Arbeiter dem imperialistischen Krieg nicht nur zustimmen, sondern ihn auch aktiv unterstützen. Das ist so Usus im bourgeoisen politischen Leben. 1762 hatte Rousseau in einem der Urdokumente der bürgerlichen Gesellschaftstheorie kundgetan, dass man dem Volk manchmal die Dinge zeigen muss, wie sie sind, manchmal so, wie es sie sehen soll.
Der konservative Historiker Ulrich Herbert, emeritierter Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, kommt nicht umhin, in seinem Buch aus dem Jahr 2021 ‘Das dritte Reich - Geschichte einer Diktatur‘ zuzugeben, dass die Darstellung des kommunistischen Widerstandes gegen den Faschismus in der bundesrepublikanischen Geschichtsschreibung zu kurz kommt, dass bevorzugt wird, den Widerstand in national-konservativer Färbung schwerer zu gewichten wie zum Beispiel den bürgerlich-christlich geprägten Kreisauer Kreis mit ständisch-föderalistischen Ambitionen, aktiv ab 1940. Nach der Verhaftung Moltkes im Januar 1944 schloss sich dieser Kreis militärisch-oppositionellen Kreisen um den Grafen Stauffenberg an. Ich möchte hier von Reform-Nazis sprechen, denn diese wollten ja nur Frieden mit den Westalliierten schließen, um den Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion zur Liquidierung des (nunmehr nicht mehr jüdisch-rassistisch interpretierten) Kommunismus als Hauptfeind mit dem alten, intakt zu haltenden Nazi-Wehrmachtsapparat fortzusetzen. Hierbei sollte der Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben eine Schlüsselrolle spielen. Nach wie vor, auch heute, stellen die parteiorganisierten kaderdisziplinierten Kommunisten die Hauptgefahr für den Bestand des kapitalistischen Ausbeutungssystems insgesamt dar. Ulrich Herbert räumt in seinem Buch über das dritte Reich ein, dass die Kommunisten am schärfsten verfolgt wurden, massenhaft ermordet, massenhaft in den Konzentrationslagern gequält, nach dem KZ in Zuchthäusern weiter gequält. Die Kommunisten waren auch nach seiner Auffassung die entschlossenste und tatkräftigste Widerstandsgruppe gegen die nationalsozialistische Terrorherrschaft, im ganzen fortschrittlichen Europa geachtet. (Vergleiche Ulrich Herbert, Das Dritte Reich – Geschichte einer Diktatur, Beck Verlag, München, 2021,116ff.).
Die Verwandlung des Faschismus aus einer peripheren politischen Strömung in eine überkontinentalweite gewaltige Okkupationsmacht mit der größten Militärmaschine der Welt hatte die große Weltwirtschaftskrise – mit Ausnahme der Sowjetunion – von Ende 1929 bis 1933 zur Bedingung, unter der 240 Millionen Menschen litten. Auf dem am 26. Juni 1930 beginnenden XVI. Parteitag machte Stalin in seinem Rechenschaftsbericht zwei Voraussagen über den bürgerlichen Ausweg aus der Krise: 1. Die große Krise führe zur faschistischen Herrschaft, 2. Faschismus bedeutet Krieg besonders gegen die mangelhaft geschützten Länder. (Vergleiche Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki), Kurzer Lehrgang, Verlag Roter Morgen, Dortmund, 1976,375). Also ist die Reihenfolge in der Parole ‘Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg‘ richtig, faschistische Herrschaft birgt ungerechten Krieg in sich.
Der zweite imperialistische Weltkrieg begann 1932 in Fernostasien. Die japanischen Imperialisten verfolgten, dass die Krise alle Kräfte der westlichen Imperialisten auf die Innenpolitik fokussierte, sie waren abgelenkt und so überfiel Japan ohne Kriegserklärung China, und zwar zunächst dessen Mandschurei. Ohne Kriegserklärung - das ist nach imperialistischer “Sitte“ üblich. 1935 überfiel das faschistische Italien Abessinien, es ging um den Zugriff auf die Seewege Englands nach Asien, besonders nach Indien. (Vergleiche a.a.O.,413). Im Sommer 1936 griffen die italienischen und deutschen Faschisten in den spanischen Bürgerkrieg gegen die bürgerliche Republik ein, angeblich um nur die Faschisten zu unterstützen, doch die Positionierung deutscher Kriegsschiffe bei Gibraltar ging über einen nationalen innenpolitischen Rahmen hinaus. Es ging um Seewege und Kolonien besonders um die afrikanischen und asiatischen von England. 1937 besetzte die japanische faschistische Militärclique durch ihre Soldateska Peking und Shanghai, mit Shanghai zusammen mit Tientsin hatte die Clique den Schlüssel zum chinesischen Handel in der Hand. Das faschistische Deutschland schluckte 1938 Österreich, im gleichen Jahr die Tschechoslowakei, 1939 Polen usw. (a.a.O.,401). Milliarden Menschen waren von den Faschisten dreier Länder in den Taumel des Krieges hineingerissen worden. Die westlichen Demokraten ließen die Faschisten gewähren als Kettenhunde gegen emanzipative Bewegungen. (Vergleiche a.a.O.,416). Der Traum der deutschen Faschisten war, Moskau auszulöschen und an Stelle der Metropole einen großen See anzulegen. Dieser Traum erfüllte sich trotz Uneinigkeit der sogenannten demokratischen alliierten Staaten des Westens nicht. Nach der Wende von Stalingrad lag am Ende Berlin in Trümmern und die rote Fahne wehte am 2. Mai 1945 vom Reichstag als Symbol des Sieges über den Faschismus.
Ein bitteres Kapitel: 1991 gab Gorbatschow die Zahl der durch den Faschismus umgekommenen Menschen in Russland mit 25 Millionen an, der britische Historiker Overy bestätigte in seiner Studie ‘Russians War 1941 bis 45‘ - ein merkwürdiger Titel, der Krieg wurde der Sowjetunion doch aufgezwungen – diese Zahlen. Die Rote Armee hatte 6,2 Millionen Gefallene zu beklagen, mehr als 15 Millionen Verwundete, 4,4 Millionen Gefangene oder Vermisste und 3 – 4 Millionen Ausfälle wegen Krankheit oder Erfrierungen. Dass bedeutet, dass von 34,5 Millionen mobilisierten Männern und Frauen 71,4 % getötet, verwundet oder gefangen genommen wurden. Hinzu kamen rund 17 Millionen zivile Opfer. Zum Vergleich: Todesopfer während der Oktoberrevolution: exakt 6 – Todesopfer am Ende des zweiten Weltkrieges geschätzte 60 Millionen, das ist im Verhältnis soziale Revolution: imperialistischer Krieg eine Relation von 1: circa 10 Millionen. Es ist also primär nicht zu diskutieren, ob der Hauptfeind im eigenen Land steht, die soeben angegeben Zahlen sprechen für sich, sondern wie dieser zu vernichten ist.